Gedenken an die „Fabrikaktion“

1943 fanden am 27. Februar und den folgenden Tagen in der Rosenstraße in Mitte zwei Ereignisse statt, die mich auch heute noch aufwühlen. Bei der „Fabrikaktion“ wurden tausende Berliner Juden, die bis dato aus verschiedenen Gründen noch in der Stadt bleiben konnten, verhaftet, um deportiert und ermordet zu werden, etwa 2.000 jüdische Männer, die in „Mischehen“ lebten oder „Mischlinge“ waren, wurden in der Rosenstraße eingesperrt. Daraufhin erhoben sich Angehörige der Inhaftierten, in erster Linie die nichtjüdischen Ehefrauen, zu einem tagelangen „Rosenstraßen-Protest“ dagegen. Ein Teil der Männer wurde schließlich freigelassen. Dieses grausigen Verbrechens des NS-Regimes und des mutigen Protests der Frauen haben wir heute öffentlich gedacht, u. a. mit dem Mitte-Bürgermeister Stephan von Dassel und unserer linken Vizepräsidentin des Bundestags Petra Pau.

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